Case Study

Wohnhaus Mosnang : Einmaliges Bauprojekt

Die Firma Saint-Gobain Isover AG ist mit dem Dämmstoff Flora aus Nutzhanf am aussergewöhnlichen Bauwerk der Toggenburger Architektin Monika Mutti-Schaltegger beteiligt. Die Firma hat die Architektin beim Bau dieses einmaligen Bauprojektes in Mosnang begleitet. Rund ein halbes Jahr nach ihrem Einzug, erzählt sie über ihre Erfahrungen.

Naturnahes Bauen


Monika Mutti-Schaltegger hat für ihr eigenes Haus natürliche und nachwachsende Materialien gewählt. Diese belasten die Umwelt nicht und vermitteln ein angenehmes Wohngefühl. „Natürliche“ Produkte benötigen bereits bei ihrer Herstellung wenig Energie. Der Komfort dieser Produkte, wie z.B. die Oberflächen von Holz oder Stein, ist sehr hoch. Die Holzroste auf dem Balkon oder auf der Terrasse erlauben auch bei heissen Temperaturen das Begehen mit nackten Füssen. Beim richtigen Umgang ist die Lebensdauer dieser naturnahen Produkte zudem sehr lang. Eine allfällige spätere Entsorgung ist ohne negative Auswirkungen für die Nachwelt möglich“, begründet die Architektin ihre Wahl.

Hohe Luftqualität dank dynamischer Lüftung


Das Haus auf der Kronenwiese in Mosnang verfügt über einen sehr grossen Holzspeicher, eine gute Wärmedämmung und ist mit einer speziellen Lüftung ausgerüstet, welche für reichlich Frischluft ohne Wärmeverluste sorgt. Monika Mutti-Schaltegger erzählt wie „ihre“ Lüftung funktioniert: „Die Lüftung basiert auf dem Venturus-Prinzip. Über das Vordach wird der Wind zum First geführt. Am höchsten Punkt wird dieser mittels entsprechenden Blechen zusammengepresst. Der so erzeugte Unterdruck saugt die verbrauchte Luft durch ein Rohr über das Dach ins Freie. Eine diffusionsoffene Konstruktion des Flügelfalzes erlaubt eine kontrollierte Frischluftzufuhr nach Innen über das Fensterelement. Der Luftaustausch findet somit rund um die Uhr statt. Speziell in den Wintermonaten ist es sehr angenehm, immer frische Luft einatmen zu können, ohne dafür die Fenster öffnen zu müssen.“

Angenehme Temperaturen trotz fehlender Heizung


Die Energieverluste sind so gering, dass das Haus keine eigentliche Heizung benötigt. Die Eigenwärme der Personen im Haus und die Wärmeabgabe durch elektrische Geräte und Beleuchtung reichen aus, um das perfekt gedämmte Haus bis ca. –5° Aussentemperatur warm zu halten. Monika Mutti-Schaltegger ist im Dezember 2004, Mitten im Winter, in ihr Haus gezogen. „Die massive Holzwand (Holz 100) verfügt über eine enorme Speicherkapazität. Davon profitiert man auch im Winter. Letzten Winter konnten wir diesen Vorteil leider noch nicht geniessen, das Holz konnte im Sommer noch keine Wärme aufnehmen. Im Untergeschoss musste zudem noch das Restwasser aus den Bauteilen ausdünsten, beziehungsweise die Bauteile zuerst trocknen, um ein normales Klima zu erlangen. Diese beiden Gründe haben dazu geführt, dass im Erdgeschoss die Temperaturen in diesem Winter noch etwas tief waren. Diese fehlenden 2-3° werden im nächsten Winter jedoch bestimmt kein Thema mehr sein,“ ist die Architektin überzeugt.

Umweltgerechte Produkte


Das Haus der Architektin Monika Mutti-Schaltegger ist Wohnhaus, Architekturbüro und Töpferei in einem und ein einmaliges Bauwerk in der Schweiz. Für den Bau wurden praktisch ausschliesslich natürliche, nachwachsende Materialien verwendet. Die Firma Saint-Gobain Isover AG ist mit dem Dämmstoff FLORA aus Nutzhanf an diesem Bau beteiligt. Der Dämmstoff aus Nutzhanf erfüllt die anspruchsvollen Kriterien dieses technisch hochwertigen und umweltfreundlichen Baus in vollem Umfang. Eine ganze Anzahl Vorteile des Dämmstoffes FLORA tragen erheblich zum Wohnkomfort bei. Der Dämmstoff besitzt gute Sorbtions-Eigenschaften, welche eine automatische Feuchtigkeitsregulation ermöglichen. Die Produktion des Dämmstoffes erfolgt möglichst ohne Zusatz von chemischen Substanzen: Bei den Hanfkulturen werden keine Pestizide und Herbizide verwendet, bei der Verarbeitung kommen nur neutrale Stoffe zum Einsatz. Die Hanffasern verfügen über Eigenschaften, die sie auf natürliche Weise gegen Schimmelpilz, Insektenbefall und Feuer schützen. Auf eine Behandlung kann weitgehend verzichtet werden. „Die Verarbeitung von FLORA war äusserst angenehm. Die Handwerker haben dies sehr geschätzt. Die Natürlichkeit der Zusammensetzung war für mich ausschlaggebend beim Entscheid mein Haus mit dem Dämmstoff FLORA von Saint-Gobain Isover zu isolieren,“ erzählt die Architektin. Weiter verrät sie, dass sie den Dämmstoff FLORA bereits bei weiteren Projekten eingesetzt hat.

Produkte mit dem Natureplus Label


Der FLORA Dämmstoff ist natureplus zertifiziert. Dieses internationale Qualitätszeichen erhalten umweltgerechte, gesundheitsverträgliche und gebrauchstaugliche Bauprodukte. Neben dem FLORA Dämmstoff von Saint-Gobain ISOVER AG erfüllen zwei weitere von Monika Mutti-Schaltegger verwendete Produkte die strengen Richtlinien von natureplus. Es handelt sich um die Auro Farben sowie die Trittschall-Dämmplatten PAVAPOR von Pavatex. Die Architektin war insbesondere von der Einfachheit und Schnelligkeit der Verarbeitung der Pavapor Platten beeindruckt. Da sie ein absolutes Holzprodukt sind, verfügen sie über die gleichen Vorteile wie das Ursprungsprodukt Holz. Der Feuchtigkeitsaustausch hilft das Raumklima auch im Winter, bei trockener Luft, zu optimieren. Der Wärmespeicher ist zudem sehr komfortabel. Monika Mutti-Schaltegger ist begeistert von den natureplus Produkten, „durch die Anwendung des Hanfdämmstoffes FLORA und den PAVAPOR-Platten bin ich dem natureplus Label näher gekommen. Die natureplus zertifizierten Produkte sind für mich wichtige Eckpfeiler für „menschengerechtes“ Bauen geworden. Ich stelle immer wieder fest, dass die meisten meiner Bauherrschaften sich in dieser Hinsicht gerne von mir beraten lassen und natureplus zertifizierte Produkte wählen“.


Ein faszinierendes Bauwerk


Das aussergewöhnliche Haus in Mosnang sorgt für Gesprächsstoff. Besucher aus der ganzen Schweiz, dem Ausland und allen Altersklassen finden den Weg nach Mosnang, um das Bauwerk zu bestaunen. „ Immer wieder sind Berichte zu meinem Haus in Zeitungen oder Zeitschriften zu finden. Regelmässig mache ich Führungen für Bauinteressierte, mit ausführlichen Erläuterungen zur Bauweise. Architekten und Biologen fasziniert vor allem der Baustoff Holz und die natureplus Materialien FLORA und PAVAPOR“, erzählt die Architektin. „Neben der einzigartigen Bauweise interessiert insbesondere auch, dass das Haus nach der Feng Shui-Lehre gebaut wurde. Sogar eine Gruppe aus Japan kam auf der Durchreise auf einen Besuch vorbei. Das Haus wurde zudem von einem japanischen Magazin ausgewählt für eine Reportage, als eines von neun Bauwerken aus der Schweiz. Zwei Fotografen sind speziell aus Japan angereist, um das Haus abzulichten und Informationen einzuholen.“

„Das rege Interesse an meinem Haus freut mich natürlich sehr und bestätigt mich in meiner Arbeit. Ich fühle mich in meinem Haus rundum glücklich und gesund. Ich würde dieses Abenteuer, ein natur- und menschengerechtes Haus zu bauen, jederzeit wiederholen. Der Aufwand ist es wert“, verrät die Architektin zum Abschluss.

Weitere Informationen zu «natureplus» finden Sie unter www.natureplus.org.