Wie isoliert man ein historisches Gebäude oder ein Gebäude mit einer bestimmten ästhetischen Ausstrahlung?
Wenn es sich um ein nicht geschütztes Gebäude handelt, kann eine Isolierung von innen eine gute Lösung sein. Der gesunde Menschenverstand und eine Interessenabwägung zwischen dem Denkmalwert des Gebäudes, der Notwendigkeit, Energie zu sparen, und der Bauphysik werden entscheiden, welche Lösung die beste ist.
Wenn es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, geben die Denkmalschützer in der Regel an, welche Teile der Hülle geschützt werden müssen. Der Rest kann normgerecht gedämmt werden.
Wenn man ein Gebäude isoliert, muss man dann zwangsläufig einen bestimmten Standard erreichen?
Die gesetzlichen Anforderungen verlangen die Einhaltung der Norm SIA 380/1 (Ausgabe 2009), d. h. bei der Renovierung aller Elemente der Gebäudehülle (Fassaden, Dach usw.) muss ein U-Wert von 0,25 erreicht werden. Oft ist es jedoch günstiger, besser zu dämmen, um die Kosten für Heizenergie zu senken und den Wohnkomfort zu erhöhen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Dämmstandards finden Sie in der Broschüre Renovierung
Verursacht Wärmedämmung Schimmelbildung?
Die Bildung von Schimmel ist nicht auf die Wärmedämmung zurückzuführen. Vielmehr sind die kalten Oberflächen der Bauteile in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen die Ursache. In Wirklichkeit wirkt die Wärmedämmung der Schimmelbildung entgegen, da sie dafür sorgt, dass die ehemals kalten Oberflächen der Bauteile deutlich wärmer sind. Außerdem kann die warme Raumluft viel mehr Feuchtigkeit speichern. Die Gefahr, dass die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit auf dem Bauteil kondensiert und so einen Nährboden für Schimmel bildet, ist daher deutlich geringer.
Verursacht die Herstellung von Dämmstoffen mehr Energiekosten, als die Dämmung selbst letztendlich einspart?
Dämmstoffe können die bei ihrer Herstellung und Entsorgung verbrauchte Energie in der Regel durch Energieeinsparungen innerhalb kürzester Zeit, oft sogar innerhalb weniger Monate, zurückgewinnen. Dies gelingt nur wenigen anderen Bauelementen oder -materialien. Weitere Einzelheiten finden Sie in der Broschüre Dämmstoffe und nachhaltige Entwicklung.
Was ist der Schmelzpunkt von Glaswolle?
Glaswolleprodukte bestehen den Feuertest nach DIN 4102 zur Bestimmung des Schmelzpunktes ≥1000°C nicht. Dies ist die einzige aktuelle Norm für die Bestimmung des Schmelzpunkts. Bei Produkten, die unter 1000°C schmelzen, wird der Schmelzpunkt nicht genau bestimmt.
Isorigid- oder Steinwolleprodukte haben dagegen einen Schmelzpunkt von ≥1000°C.
Kann Glaswolle schimmeln?
Nein! Mineralwolle enthält keine Bestandteile, die schimmeln können.
Was bedeutet der sd-Wert bei Dampfsperren?
Der sd-Wert ist die Dicke der Luftschicht, die der Wasserdampfdiffusion entspricht, und wird in Metern angegeben. Er ist ein Mass für den Widerstand, den eine Bauteilschicht wie die Dampfsperre dem Durchgang von Wasserdampf entgegensetzt.
Trägt Glaswolle zum Lärmschutz bei?
Isover-Glaswolle hat hervorragende akustische Eigenschaften, reduziert Tritt- und Luftschall und ist daher die ideale Wahl für Böden und Decken.
Warum ist eine kontrollierte Belüftung auch in gut isolierten Gebäuden notwendig?
Selbst bei einer guten Isolierung ist eine kontrollierte Belüftung erforderlich, um die Raumluft zu erneuern und die Ansammlung von Schadstoffen und Feuchtigkeit zu verhindern.
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