« Die Dämmplatten von Isover vereinfachen uns die Arbeit »
Gemauerte, zweischalige Aussenwandaufbauten sind heute selten. Für die Wohnsiedlung «Am Dych» in Münchenstein BL, die nach dem Umweltstandard SNBS Gold zertifiziert wird, sind sie aber die optimale Lösung. Zum Einsatz kommen dabei Dämmplatten von Isover. Ein Besuch beim Isoleur und den Maurern, die das Zweischalenmauerwerk im Akkord hochziehen.
Wer kennt sie nicht, die Basler Läckerli? Bis vor zehn Jahren wurden die bekannten Guetzli in Münchenstein produziert. Dann zog das Läckerli Huus nach Frenkendorf. Das nicht mehr benötigte Areal wurde im Rahmen eines Gestaltungsplanverfahrens für die Bebauung mit Wohnungen freigegeben und vom Anlagefonds Swisscanto erworben. «Am Dych» heisst die aktuell dort in Bau befindliche Wohnsiedlung. Diese umfasst drei Mehrfamilienhäuser mit 167 Mietwohnungen und sechs Wohnateliers direkt am Wasserlauf des St. Alban-Teichs - im Volksmund «Dych» genannt.
5000 Quadratmeter Dämmung
An diesem warmen Morgen wird auf der Baustelle fleissig gearbeitet. Die Gipser bringen beim grössten der drei Wohnbauten gerade den Grundputz an. Gegenüber, auf dem Gerüst eines der beiden kleineren Wohnhäuser, türmen sich die Pakete mit gelben Dämmstoffplatten vom Typ PB F 032 von Isover. Isoleur Zejnzila Beqiri von der Ademco Bauunternehmung schneidet das Material routiniert zu, bohrt Löcher und verdübelt die Dämmung in der dahinterliegenden Backsteinwand. Er hat schon die Wände des grössten Gebäudes gedämmt und in gut zwei Wochen startet er mit dem dritten Haus. Am Schluss wird Beqiri gegen 5000 Quadratmeter Dämmplatten verbaut haben.
Die 200 Millimeter dicke Dämmschicht ist Teil des Zweischalenmauerwerks, das die Bewohnerschaft künftig vor Hitze, Kälte und Lärm schützt. Die Platten vom Typ Isover PB F 032 eignen sich besonders gut für Zweischalenmauerwerke: Da sie auf einer Seite mit einem wasserabweisenden Glasvlies versehen sind, können sie einige Zeit ohne Witterungsschutz an der Fassade verbleiben. «Das vereinfacht uns die Arbeit, da es immer ein paar Tage braucht, bis die Dämmung durch die zweite Mauerschicht überdeckt wird», sagt Bauführer Remo Strässler von Frutiger. Das Unternehmen erstellt die drei Wohnbauten als Totalunternehmer und führt auch die Baumeisterarbeiten aus.
Perfekte Teamarbeit auf dem Gerüst
Der aus zwei Schichten Mauerwerk mit einer dazwischen liegenden Dämmung bestehende Wandaufbau war in den 1980er- und 1990er-Jahren weit verbreitet, kommt heute aber aufgrund der vergleichsweise aufwändigen Konstruktion nur noch selten zum Einsatz. Für die Siedlung «Am Dych» war die Lösung aber genau richtig: «Der zweischalige Wandaufbau erfüllt die strengen Anforderungen des Nachhaltigkeitsstandards SNBS Gold bezüglich Ökologie und Energieverbrauch», sagt Bauführer Strässler. So sorgt das Doppelschalenmauerwerk dank dem tiefen Lambda-Wert der Dämmplatte beispielsweise für einen sehr geringen Energieverbrauch. «Dank ihrer sehr guten Ökobilanz, ihrer hohen Leistungsfähigkeit und der Ecobau-Zertifizierung eignen sich unsere Dämmstoffe optimal für nachhaltige Bauprojekte», sagt Aurélien Luhmann, Leiter Marketing und Produktmanagement bei Isover.
Während Isoleur Zejnzila Beqiri auf der Ostseite im dritten Stock des Mehrfamilienhauses Platte um Platte montiert, sind zwei Geschosse tiefer auf der Südseite zwei Teams mit Akkordmaurern der Ademco Bauunternehmung an der Arbeit. Der Platz für Ziegelsteine, Mörtelwannen und die vier Personen auf dem Gerüst ist knapp. Doch die beiden Teams arbeiten ohne einander in die Quere zu kommen. Das linke Team besteht aus Maurer Sejdi Ademao und Handlanger Pedro Couto. Dieser sorgt für den Materialnachschub: Er füllt die Wannen mit Mörtel, legt Ziegelsteine bereit oder längt diese ab und reinigt mit dem Besen die frisch gemauerten Abschnitte. «Ich sorge dafür, dass Sejdi sich ganz aufs Mauern konzentrieren kann», sagt Couto. Geredet wird nur das Minimum, denn Pedro Couto weiss genau, wann sein Kollege was benötigt. Dieser nimmt jeweils genau die richtige Menge Mörtel auf die Kelle, platziert sie auf der unteren Steinreihe, drückt einen neuen Stein fest, greift nach dem nächsten, positioniert diesen ebenfalls und füllt den Spalt zwischen den beiden Steinen gekonnt mit einer zweiten Portion Mörtel. Gut fünf Wochen benötigen die beiden Teams für die 5’000 Quadratmeter Fassadenfläche des Gebäudes. Anker und Armierungen sorgen dafür, dass die äussere Wandschicht die Erdbebenschutzvorgaben erfüllt. Gegen 11`000 Spezialanker wurden vorgängig in die Wände der drei Gebäude gedübelt. Die Maurerteams betten sie dann in die Mörtelschicht ein. Zusätzlich verstärken pro Geschoss drei Reihen Ziegelsteine mit speziellen Armierungen, die in den Löchern der Steine verlaufen, das Mauerwerk.
Fünf Wochen pro Haus
Isoleur Beqiri hat die Arbeiten am dritten Obergeschoss unterdessen abgeschlossen und seine Werkzeuge ein Stockwerk höher gezügelt, wo bereits Pakete mit weiteren gelben Isover-Dämmplatten bereit liegen. In gut vier Wochen wird Beqiri auch das dritte und letzte Gebäude fertig gedämmt haben. Bis die beiden Maurerteams so weit sind, dauert es nochmals vier Wochen. Dann wird Sejdi Ademao den letzten Ziegelstein versetzen und Pedro Couto ein letztes Mal mit dem Besen nachreinigen, bevor sie den Gipsern für die nächsten Arbeitsschritte Platz machen. Nochmals gut neun Monate später können dann die Bewohnerinnen und Bewohner ihren ersten Kaffee in den neuen Wohnungen geniessen – vielleicht sogar mit einem Läckerli dazu.