Wenn es sich um ein nicht geschütztes Gebäude handelt, kann eine Isolierung von innen eine gute Lösung sein. Der gesunde Menschenverstand und eine Interessenabwägung zwischen dem Denkmalwert des Gebäudes, der Notwendigkeit, Energie zu sparen, und der Bauphysik werden entscheiden, welche Lösung die beste ist. Wenn es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, geben die Denkmalschützer in der Regel an, welche Teile der Hülle geschützt werden müssen. Der Rest kann normgerecht gedämmt werden.
Die gesetzlichen Anforderungen verlangen die Einhaltung der Norm SIA 380/1 (Ausgabe 2009), d. h. bei der Renovierung aller Elemente der Gebäudehülle (Fassaden, Dach usw.) muss ein U-Wert von 0,25 erreicht werden. Oft ist es jedoch günstiger, besser zu dämmen, um die Kosten für Heizenergie zu senken und den Wohnkomfort zu erhöhen. Weitere Informationen zu den verschiedenen Dämmstandards finden Sie in der Broschüre Renovierung
Die Bildung von Schimmel ist nicht auf die Wärmedämmung zurückzuführen. Vielmehr sind die kalten Oberflächen der Bauteile in Verbindung mit einer hohen Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen die Ursache. In Wirklichkeit wirkt die Wärmedämmung der Schimmelbildung entgegen, da sie dafür sorgt, dass die ehemals kalten Oberflächen der Bauteile deutlich wärmer sind. Außerdem kann die warme Raumluft viel mehr Feuchtigkeit speichern. Die Gefahr, dass die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit auf dem Bauteil kondensiert und so einen Nährboden für Schimmel bildet, ist daher deutlich geringer.
Dämmstoffe können die bei ihrer Herstellung und Entsorgung verbrauchte Energie in der Regel durch Energieeinsparungen innerhalb kürzester Zeit, oft sogar innerhalb weniger Monate, zurückgewinnen. Dies gelingt nur wenigen anderen Bauelementen oder -materialien. Weitere Einzelheiten finden Sie in der Broschüre Dämmstoffe und nachhaltige Entwicklung.
Glaswolleprodukte bestehen den Feuertest nach DIN 4102 zur Bestimmung des Schmelzpunktes ≥1000°C nicht. Dies ist die einzige aktuelle Norm für die Bestimmung des Schmelzpunkts. Bei Produkten, die unter 1000°C schmelzen, wird der Schmelzpunkt nicht genau bestimmt. Isorigid- oder Steinwolleprodukte haben dagegen einen Schmelzpunkt von ≥1000°C.