Ein brandneuer Schmelzofen
22 / 08 / 2016
Ofenerneuerung 2016
Saint-Gobain ISOVER AG investiert in die Infrastruktur ihres Werks in Lucens. Nach 10 Jahren treuer Dienste wurde der alte Schmelzofen vollständig renoviert und Mitte August wieder in Betrieb genommen. Der Ofen ist das Herzstück des Herstellungsprozesses für Glaswolle, der Kernkompetenz von Saint-Gobain ISOVER AG. Er wurde während eines Monats auf den aktuellen Stand gebracht.
 
Seit bald 80 Jahren stellt Saint-Gobain ISOVER AG hochleistungsfähiges Dämmmaterial aus Glaswolle her. Um das hohe Qualitäts- und Sicherheitsniveau halten zu können, verfügt das Unternehmen über leistungsstarke Herstellungsinfrastrukturen.
 
Schon seit Jahrzehnten engagiert sich Saint-Gobain ISOVER AG im Umweltschutz, wie zum Beispiel durch den Einsatz von Ökostrom für das Schmelzen des Glases oder durch laufende Verbesserungen ihre Produktionsanlage, was zu Energieeinsparungen von 10 % über 10 Jahre hinweg geführt hat. Die letzte Renovation des Schmelzofens wurde im Jahr 2006 vorgenommen. Die jetzt ausgeführten Arbeiten zeigen die Sorgfalt und das Engagement für dauerhafte, hochwertige «Swiss made»-Produkte für den Schweizer Markt. «Mit der Investition in die Erneuerung ihrer Infrastrukturen unterstreicht der Konzern Saint-Gobain sein Vertrauen in sein Schweizer Tochterunternehmen», freut sich Jérôme Saulnier, Technischer Leiter des Werks in Lucens.
 
90 Tonnen Glas entleert
Etwa hundert Personen waren an der Renovation des Schmelzofens beteiligt, der dazu während eines Monats abgeschaltet wurde. Die einzelnen Teams lösten sich während sechs Tagen rund um die Uhr ab, um dieses Renovationsprojekt, das insgesamt fast 3 Millionen Franken kostet, erfolgreich bewältigen zu können. «Dies ist die grösste Renovation der letzten 10 Jahre auf unserem Gelände», berichtet Jean-François Burgdorfer, Leiter Werktechnologie bei Saint-Gobain ISOVER AG.
 
Beinahe 170 Tonnen Schamottsteine wurden ausgetauscht. Das 1450 C° heisse flüssige Glas ist dank dieser extrem hitzebeständigen Schutzmauer, die das Kernstück des Ofens bildet, sicher zwischengelagert, bevor es zu dünnsten Glasfäden verarbeitet wird. 90 Tonnen geschmolzenes Glas mussten vor Beginn der Arbeiten aus dem Ofen entleert werden. Dieser so genannte «Calcin» wurde in einem Silo vor Ort gelagert und konnte nachher für den Herstellungsprozess der Glaswolle wieder eingeschmolzen werden, wodurch keine Rohstoffe vergeudet wurden.
 
Insgesamt bestand das Projekt aus vier Phasen. Zuerst musste der Ofen entleert, danach auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt werden. Zum Schluss erfolgte das Aufwärmen über neun Tage hinweg, während derer der Ofen langsam auf Betriebstemperatur gebracht wurde. Dadurch konnten die grössten thermischen Schwankungen vermieden werden und die Ofentemperatur erreichte wieder 1450 Grad.
 
Kontakt:
Christa Baisotti steht gerne zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung:
oder Telefon 021 906 02 72.
 
Downloads:
Bildlegenden
 
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Ein Mitarbeitender kontrolliert mithilfe einer Wärmekamera die Temperatur des geschmolzenen Glases, während der Ofen entleert wird.
   
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Die Schamottsteine werden ausgebaut und durch neue ersetzt.
   
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Maximale Sicherheitsausrüstung gegen die gleissende Hitze während des Entleerens für die Mitarbeitenden, die neben dem Ofen arbeiten
   
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Das geschmolzene Glas hat hier eine Temperatur von ungefähr 1200 Grad.
   
Four DE Die Paten 2016
Die Paten 2016 vor dem neu gebauten Schmelzofen: Charles-André Bolomey (links), langjähriger Fabrikdirektor, 6. Ofenbau und Jean-François Burgdorfer, Leiter Werktechnologie, 5. Ofenbau