Bewährte Glaswolle als modernes Hightech-Produkt

Bewährte Glaswolle als modernes Hightech-Produkt

Während 80 Jahren hat sich die Glaswolle in der Schweiz als effizienter und ökologischer Dämmstoff etabliert. Dabei hat sich die Anwendung stets weiterentwickelt. Ein Blick auf verschiedene Themen zeigt: Die ISOVER-Glaswolle von heute ist ein vielfältig einsetzbares Hightech-Produkt – und stammt wie eh und je aus der einheimischen Produktion in der Westschweiz.

Einfache thermische und akustische Isolierung von Leitungen und Gebäuden: Dafür entwickelte ISOVER vor 80 Jahren Fasern und Gewebe aus Glas. Einen Boom erlebten dann Dämmstoffe wie die Glaswolle erst in den 1970er Jahren als Folge der Ölkrise. Plötzlich war das Sparen von Energie in manchem Haushalt ein überlebenswichtiges Muss. Und die Glaswolle blieb über all diese Jahre ein verlässliches Produkt. Technologisch wurden laufend neue Standards gesetzt: Die Herstellungsprozesse wurden optimiert, die Mattenstruktur wurde immer feiner und der Platzverbrauch damit kleiner. Gleichzeitig konnte damit die Wärmeleitfähigkeit gesenkt und die Elastizität der Produkte verbessert werden. Auch bei der Anwendung hat sich einiges getan. Die ISOVER-Glaswolle ist ein Hightech-Produkt, das sehr vielfältig zum Einsatz kommt. Besonders wichtige Anwendungen sind der Wärmeschutz, der Brandschutz und der Schallschutz. In Kombination mit modernen Bautechniken wie dem Holzbau oder der hinterlüfteten Fassade werden in jeglicher Hinsicht Spitzenwerte erzielt.

Wärmeschutz im Winter und im Sommer
Das Dämmen von Gebäuden für den winterlichen Wärmeschutz ist und bleibt die zentrale Anwendung für Dämmstoffe. Denn im Schweizer Gebäudepark steckt noch immer ein grosses Sparpotenzial bei Energie und CO2. Neben der Energieeffizienz werden Komfort und Behaglichkeit bei Wohnungswahl und Hausbau immer wichtiger. Der Dämmstoff soll dabei möglichst wenig Raum beanspruchen und sicher sein. Glaswolle ist deshalb das ideale Produkt – sowohl für die Aussendämmung wie auch für die Innendämmung. Aussen zu dämmen ist für den Wärme- und Feuchteschutz zwar effizienter, aber nicht immer möglich – beispielsweise aus denkmalpflegerischen oder ästhetischen Gründen. Im Zeitalter von Hitzesommern und Klimawandel wird zudem der Wärmeschutz im Sommer immer wichtiger. Durch den richtigen Einsatz der Dämmstoffe, angemessene Planung und Bauweise und dank richtigem Verhalten der Bewohner ist das Innenraumklima von heutigen Gebäuden auch an Hitzetagen äusserst angenehm..
 
Feuchteschutz und Luftdichtheit
Eine luftdichte Bauweise wie sie durch die Bauvorschriften gefordert ist, beugt nicht nur Feuchteschäden vor, sondern verbessert auch die Energiebilanz. Der Komfort steigt, da im Winter die Wärme im Gebäude und im Sommer die Hitze draussen gehalten werden kann. Auch werden dadurch Schadstoffimmissionen ins Gebäudeinnere vermieden. Sichergestellt wird die Luftdichtheit mit Membranen und zugehöriger Klebetechnik. Zur Verhinderung von Feuchteschäden haben sich feuchteadaptive Dampfbremsen (Klimamembranen) als die beste Wahl erwiesen. Sie halten im Winter die eindringende Feuchte ab und lassen sie im Sommer nach innen austrocknen. Obwohl das Thema Feuchteschutz immer wichtiger wird, ist es keineswegs neu. Schon vor über 30 Jahren lieferte Saint-Gobain ISOVER mit „Flammex“ die erste Dampfbremse für luftdichte Gebäudehüllen. Heute bietet die Vario®-Produktpalette die Antwort auf die Herausforderungen des Feuchteschutzes. Das Vario®-System erzielt die beste Wirkung, wenn es in Kombination mit den diffusionsoffenen Glaswolle-Dämmprodukten eingesetzt wird.

Raumakustik und Schallschutz
Lärm stört viele Menschen, und je hektischer der Alltag, desto grösser das Ruhebedürfnis. Deshalb werden immer mehr Gebäude schon bei der Planung im Hinblick auf die Raumakustik optimiert. Das Nachhallen in grossen kubischen Räumen wird mit Absorptionsflächen – auch Schallschluckflächen genannt – reguliert. Optimal geeignet für diese Anwendung ist einmal mehr die Glaswolle. Mit dem feinen Gespinst aus dünnen Fäden und kleinsten Lufteinschlüssen wird der Schall besser absorbiert als bei jedem anderen Dämmstoff mit gröberer Faserstruktur.
Als störend empfunden wird aber nicht nur schlechte Raumakustik. Viel mehr Klagen ergeben sich aufgrund von Aussenlärm oder Lärm von Nachbarn. Gedämmt werden daher Wände und Decken, die den so genannten „Luftschall“ direkt übertragen, sowie flankierende Bauteile, die eine indirekte Schallübertragung verursachen.
Abgefangen werden muss auch der so genannte „Trittschall“, der durch das Begehen entsteht und sich rasch ausbreitet. Im diesem Bereich bietet Saint-Gobain ISOVER AG seit Jahrzehnten ausgezeichnete Lösungen mit den Produkten PS 81 und LURO 814.
Anwendungsbeispiele finden sich aber nicht nur im Gebäudebereich, sondern auch im Tunnel- und Strassenbau oder bei anderen Infrastrukturen.

Mehrgeschossiger Holzbau
Viele Städte und Gemeinden stehen vor der Herausforderung, ihr Siedlungsgebiet zu verdichten. Eine Möglichkeit des Verdichtens ist dabei die Aufstockung, wofür sich der äusserst leichte und einheimische Baustoff Holz besonders gut eignet. Die Dämmung kann dabei zwischen der tragenden Holzkonstruktion angebracht werden und muss nicht zwischen zwei tragende Schichten gelegt werden wie beim Massivbau. Für den mehrgeschossige Holzbau eignen sich die leichten, nichtbrennbaren Glaswolleprodukte von Saint-Gobain ISOVER ausserordentlich gut. Bei Sonderbauteilen wo ausserordentliche Anforderungen an den Brandschutz gestellt werden, bietet das ISOVER-Sortiment mit den Produkten der ISORESIST Familie zudem Dämmstoffe mit einem Schmelzpunkt von über 1000°C. Somit hat ISOVER für den Holzbau in jeder Anwendung das perfekte Produkt.
 
Hinterlüftete Fassade
Topwerte bezüglich Dämmung erzielt die Glaswolle auch als Bestandteil der hinterlüfteten Fassade. Diese Fassadenkonstruktion lässt unterschiedlichste Gestaltungsmöglichkeiten zu und besticht durch ihre Beständigkeit. Mit PB F 030 bietet ISOVER die leistungsfähigste Dämmlösung für diese Anwendung – beste Wärmedämmung, Schall- und Brandschutz sowie Ökologie in einem Produkt.
 
Weiterbildung für Fachleute
Neue Einsatzbereiche und effizientere Anwendungen der Glaswolle setzen bei Baufachleuten spezifisches Wissen voraus. Mit ihrem CPI-Weiterbildungsprogramm sorgt ISOVER seit 2009 dafür, dass Architekten und Ingenieure, Unternehmer aber auch Bauherren und Berater relevantes Fachwissen aus erster Hand erhalten. An Fokustagen und Kursen vermitteln fachkundige Referenten aktuelle Informationen zu praxisrelevanten Themen und Fragestellungen.